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16.05.2019

16.05.2019, 18:30 Uhr

Cyber Crime: Gehackt - und dann?

Wie verhandelt man mit Erpressern? Wie begrenzt man den Reputationsschaden? Was erwarten die Behörden? Wer hilft bei der Technik?

 

Eine Reportage des Bayerischen Rundfunks legt es offen: Knapp 70 Prozent der Unternehmen und Institutionen in Deutschland sind in den Jahren 2016 und 2017 Opfer von Cyber-Angriffen geworden. Und knapp die Hälfte der Angriffe war erfolgreich. Die Folgen: Einschränkungen im Betriebsablauf, Datenverlust, Reputationsschaden, hohe Aufwendungen für IT und vielleicht auch noch Lösegelder. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht davon aus, dass die Gefahren weiter steigen. Was können Unternehmer im Krisenfall tun? Und welche Vorbereitung ist sinnvoll? Im Talk zwischen Dr. Perry Reisewitz und Christian Schaaf, Geschäftsführer der Sicherheitsberatung Corporate Trust, loten die beiden Spezialisten die unternehmerischen Optionen für Kommunikation, IT-Sicherheit und Verhandlung mit Erpressern aus.

 

 

Vorhergehende Veranstaltungen

06.10.2015, 18:30 Uhr

Wie umweltbewusst ist Deutschlands Schwerindustrie?

Die Stahlindustrie im Konflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und ökologischen Anforderungen

Die Erfüllung der EU-Vorgaben bei der CO2-Ausstoßmenge, Reformmaßnahmen bei den Emissionsrechten, hohe Strompreise durch die Energiewende und billiger Stahl von der Konkurrenz aus China und Russland - die Stahlindustrie steht in Deutschland und Europa vor einer schweren Aufgabe. Immer öfter stellen die Verantwortlichen in der Schwerindustrie laut die Frage, ob Standorte durch die immensen Kosten und strengen Vorgaben noch lukrativ sind. Doch nicht nur an die Industrie sind die Anforderungen hoch, auch die Politik muss Position beziehen in der Debatte um Klimapolitik, Hochtechnologie „Made in Germany“, Arbeitsplatzsicherheit und die Zukunft der Schwerindustrie in Deutschland.

Frank Schulz, CEO von ArcelorMittal Deutschland, dem weltgrößten Stahlhersteller, diskutiert mit MdB Dieter Janecek, dem wirtschaftspolitischen Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und ehemaligem Landesvorsitzenden der bayerischen Grünen, über ökonomische, ökologische und soziale Fragen rund um die deutsche Stahlindustrie von heute und morgen.

 

 

19.03.2015, 18:00 Uhr

Militärisches Handeln

Die Bundeswehr im Spannungsfeld zwischen Krisenmanagement und Kommunikation

Der Ukraine-Konflikt, zunehmende Instabilitäten in Afrika, die Rückkehr zur Macht- und Geopolitik in Europa, der Terror und die Gewalt einer grenzüberschreitenden Terrororganisation sowie der verheerende Ausbruch des Ebola-Virus in Westafrika: Begriffe, die den Verlauf nicht nur des vergangenen Jahres aus sicherheitspolitischer Sicht entscheidend mitgeprägt haben. Sie stellen die Welt vor neue Herausforderungen.

Mit der Beteiligung an Auslandseinsätzen leistet die Bundeswehr im Rahmen eines breit angelegten außen-, sicherheits-, verteidigungs- und entwicklungspolitischen Ansatzes der Bundesregierung ihren Beitrag zu weltweiter Sicherheit und Stabilität.

Dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr kommt in diesem Prozess eine zentrale Rolle zu. Es setzt die Vorgaben der Politik in militärisches Handeln um und trägt Sorge dafür, dass die Einsätze im Rahmen der internationalen Mandate, des Parlamentsbeschlusses, des Regierungsauftrages sowie unter Beachtung der deutschen Rechtsordnung ablaufen.

 

Generalleutnant Hans-Werner Fritz, Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr

 

 

03.04.2014, 18:30 Uhr

Kann man ein Unternehmen in der Krise schützen?

Ein Erfahrungsbericht der ERGO Versicherungsgruppe

Der Vertrieb auf Lustreise, Druckfehler auf Antragsformularen, nicht abreißende Negativ-Schlagzeilen: Wenn die Lawine rollt, ist guter Rat teuer und der Schaden gewaltig. Wie reagiert man schnell und richtig? Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, ihre Reputation zu retten? Diskussionspartner ist Dr. Alexander Becker, der als Leiter der externen Kommunikation 2011/2012 die größte Imagekrise der ERGO hautnah miterlebt hat.

Mit einem Artikel im Handelsblatt vom Mai 2011 drang an die Öffentlichkeit, dass Vertriebsmitarbeiter der Tochtergesellschaft Hamburger Mannheimer 2007 eine Veranstaltung mit Prostituierten in Budapest besucht hatten. Eine Welle der Empörung breitete sich in den Medien aus. Im Zuge der nachfolgenden Berichterstattung wurden weitere Vorwürfe erhoben, die auch das Versicherungsgeschäft der ERGO betrafen.

Das Unternehmen prüfte die Vorwürfe mit Nachdruck, bezog Stellung und ergriff Maßnahmen. Es entwickelte einen Verhaltenskodex für alle Angestellten und Versicherungsvermittler und startete eine Transparenz-Offensive, die umfassend alle Vorfälle aufklären sollte.

Haben sich die Maßnahmen bewährt? Was hätte man in der Kommunikation anders machen können? Welche Lehren können Unternehmen und Unternehmer daraus ziehen?

 
 

Dr. Alexander Becker, Leiter Unternehmenskommunikation der ERGO Versicherungsgruppe, Düsseldorf

Der studierte Volkswirt begann seine Tätigkeit für das Unternehmen im Jahr 1995 und leitete 2011/2012 die Krisenkommunikation.

 

19.09.2013, 18:30 Uhr

Stürmische Zeiten

Krisenkommunikation und Krisenmanagement auf hoher See

Naturgewalten, Unfälle, menschliches Versagen: Auf hoher See entstehen schnell kritische Situationen. Jeder Fehler kann tödlich enden. Und die Welt sieht zu: Medien und Bevölkerung verfolgen jeden Schritt der Verantwortlichen. Umso wichtiger sind im Ernstfall effektives Krisenmanagement und eine gute Kommunikation an Bord. Was also lernen wir heute aus den Tragödien der Vergangenheit?

13. Januar 2012: Nahe der Insel Giglio kollidiert das Kreuzfahrtschiff „COSTA CONCORDIA“ mit einem Felsen, schlägt leck und sinkt. Viele Besatzungsmitglieder sind für Notfälle nicht ausreichend ausgebildet, die Evakuierung beginnt erst nach 45 Minuten. Kapitän Francesco Schettino und ein Großteil der Offiziere verlassen das Schiff mehrere Stunden vor Abschluss der Rettungsaktion. Mindestens 30 Passagiere sterben.

13. Juli 1996: Bei Starkwind fallen vor den Sandbänken Borkums die Maschinen der „LILI MARLEEN“ aus. Das mehr als 70 Meter lange Schiff entgeht nur knapp einer Strandung.

08. Mai 1984: Das Segelschulschiff „GORCH FOCK“ befindet sich auf hoher See. Plötzlich wird beim Segelexerzieren ein Matrose, der außenbords arbeitet, aus dem Klüvernetz geschleudert. Der gut ausgebildeten und eingespielten Mannschaft gelingt die Rettung.

01. September 1957: Das Segelschulschiff „PAMIR“ gerät in einen Hurrikan und sinkt. Die Besatzung verlässt das Schiff zu spät und unorganisiert. Nur sechs der 86 Besatzungsmitglieder überleben.

Kapitän Uwe Schneidewind, Nautischer Berater bei der SEA CLOUD CRUISES GmbH (Hamburg)

 

12.12.2012, 18:30 Uhr

Wie grün kann ein Lebensmittelkonzern sein?

Umweltschutz trifft Industrie

Gen-Milch in Joghurt und Babynahrung, Tropenholz für Milchtüten - die Konfliktthemen zwischen Greenpeace und Lebensmittelkonzernen sind vielfältig. Offen ist: Lassen sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit vereinen? Und welche Rolle spielen dabei die Verbraucher? Darüber diskutieren Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien von Greenpeace Deutschland und Matthias Biebl, Mitglied der Geschäftsleitung von Danone Deutschland.

Matthias Biebl, Mitglied der Geschäftsleitung von Danone Deutschland; verantwortlich für die Bereiche Kommunikation, Nachhaltigkeit, Qualität und Recht

Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien, Redaktionsleitung Greenpeace, Hamburg

 

 

29.03.2012, 18:30 Uhr

Marktwirtschaft jenseits der Gier

Partizipation als Möglichkeit einer alternativen Regulierung von Märkten

Finanzkrise, Klimawandel, Verknappung der Ressourcen - weltweit ist die Wirtschaft aus den Fugen geraten. Der Staat versucht, die Symptome zu lindern, indem er Hilfen in Milliardenhöhen ins System pumpt. Dies allein wird der krankenden Marktwirtschaft auf Dauer nicht weiterhelfen. Denn sie ist überhitzt, ausgebrannt - Burn out heißt die Diagnose Grassmanns. Der ehemalige Top-Manager kennt nicht nur die wirtschaftlichen Zusammenhänge, sondern auch eine Lösung der Misere: gesellschaftlicher Dialog. Die Bürger sollen künftig in Unternehmen mitbestimmen, um so die Selbstheilungskräfte des kränkelnden Systems zu aktivieren und eine neue Balance zu schaffen. Zudem fordert Grassmann ein nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln in einer Ökosozialen Marktwirtschaft sowie eine an Werten orientierten Selbstorgansation.

 

Dr. Peter H. Grassmann, Wirtschaftsberater, Wirtschaftsethiker und Autor; Ehemaliger Vorstand des Bereichs Medizintechnik Siemens AG, München; Ehemaliger Vorstandsvorsitzender Carl Zeiss, Oberkochen/Jena

 

 

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